Wildtier Waisen
Wildtier Waisen 

Dieser Text wird noch bearbeitet und demnächst in die einzelnen Sparten eingefügt!

 

Aus leider traurigen Erzählungen und Erfahrungen stellen wir diese Liste
zusammen, die nicht unsere Anleitung zur Aufzucht ersetzen soll,
sondern nur  vermeidbare Fehler  verhindern  soll.

 



Sterben  an einer Überdosis
Flohpuder oder anderen  unverträglichen Parasitenmitteln !         
Nicht nur bei  Eichhörnchen sondern auch bei anderen –Tierbabys
wird Flohpuder verharmlost und mit Babypuder verwechselt!  Der
Anwender sollte überlegen, womit  er seinen Körper  oder den seines
Kindes  überschütten würde. Mittlerweile gibt es so viele
harmlose biologische Mittel.

Sterben durch zu spätes reagieren von
Findern, die nicht wüssten,  dass ein  leicht einfangbares
Eichhörnchen schnelle Hilfe und Versorgung mit Flüssigkeit                                                           

( manchmal auch wenig Infusionen ) benötigt.

Anfangsfütterung nur  mit Flüssigkeit
ist nur für die ersten Stunden gedacht  und ist keine
Dauerfütterung
für Tage!

Todesfälle durch falsche bzw.
Überfütterung
Magenüberladung oder füttern in die Lunge.
Zu langes Warten mit der Fütterung und das Fehlen kompetenter
medizinischer Hilfe!

Falsch ist ein Zuviel ebenfalls wie ein
zu wenig,  deshalb unsere Skala beachten!  Zu dick angerührte
Katzenaufzuchtmilch kann bei den ganz Kleinen tödlich
sein.  Die fertig angerührte Milchmischung  ist minimal dicker wie
Kuhmilch und nie so dick wie Dosenmilch! Sobald Eichhörnchen
selbst an Zwieback, Nüssen, Pilzen knabbern  können haben sie ein
Sättigungsgefühl und die Milchfütterung erfolgt in größeren
Abständen. ( siehe Liste auf Homepage 1 )

Bei Spritzen ist natürlich
keine herkömmliche Spritze gemeint,  sondern nur das
Plastikteil
, das ohne Nadel,  mit einer ml Skala
versehene Teil.
  Bei ganz jungen Tieren kann mit 1 oder 2 ml
Spritzen (ohne Nadel) begonnen werden!  Alle Sauger für Katzen aus
dem Zoohandel sind zu groß und gefährlich! 

Milch in die Lunge durch
verstopfte Spritzen!  ( notfalls mit 1 ml Spritze beginnen ).
Spritzen  nie zu weit nach hinten zurückschieben, da nach dem
Verhaken
ebenso wie nach einem Verstopfen die Flüssigkeit
dann explosionsartig in die Lunge schießt.  Im Zweifel und
zum Üben, immer erst die Flüssigkeit in ein Glas
spritzen, statt ins Tier! Plastik täuscht und die Milch ist oft zu
heiß!

In unserer Futterempfehlung ist  erst
bei älteren Tierkindern  oder allen verletzten älteren
Tieren, die
gerade deshalb nicht selbst fressen können,
Schädel/Hirntrauma oder verletzte Vorderpfoten  Apfel/Bananenbrei,
kein Babybreipulver  gemeint, sondern ein Kompott in Babygläsern
oder Plastikgefäßen von Bebevita, Hipp etc.

Dieses Kompott kann  mit  viel fein
geriebenen Haselnüssen
(hat jedes große Lebensmittelgeschäft)
vermischt
  werden. Als Erstversorgung für verletzte größere
Tiere anfangs als Handfütterung und später in kl. Futterschüsseln
in den Käfig geben.  Ein unter Schock stehendes Tier, oft auch noch
mit Schmerzen soll  anfangs in ein Handtuch gewickelt damit gefüttert
werden. Diese Mischung ist beliebt, super  verträglich und kann
Leben retten! Auch Zahnfehlstellungstiere haben diese Mischung
täglich frisch zusätzlich in der Voliere! Zu heiß
wird oft gefüttert
,  da der erste Sprühstoß immer kühler
kommt
bis das Plastik erwärmt ist.

 

 

Umgang mit dem  Tier!

Unter Schock stehende, meist  größere
verängstigte Tiere erhalten von uns anfangs sofort
Flüssigkeit, d.h. einfach Wasser mit etwas Honig vermischt.
Vorsicht, die Tiere können beißen, deshalb in ein Handtuch
gewickelt mit Handschuhen füttern. Manchmal können halbwüchsige
und erwachsene Tiere nur stressfrei mit Gabe eines Tropfen Diazepam
dem Tierarzt vorgestellt werden. Vorsicht ! Nicht am Nackenfell
halten. Besser  in ein Handtuch eingewickelt ! Diese Tiere gehören
in Hände von Experten!  Geschlechtsreife erwachsene Tiere können
von Laien  kaum länger versorgt werden.

Ein Wildtier benötigt  vor allem
Ruhe und eine leise Stimme,  am besten füttert man ohne Reden!
Eichhörnchen vor Lärm, Hundegebell, Nikotin und Kinderlärm
schützen!

Zimmer in denen geraucht wurde sind
absolut Tabu!

Bitte frühe Kletterübungen mit den
Tierbabys verhindern, da wir Tiere bekommen haben, die nach dem
Absturz in der Wohnung  gelähmt waren!  Zu den größten Gefahren
zählen harter Boden wie Pflaster ect. ( Abstürze von Häusern)

Tierärzte:

Erfahrung  mit Tierbabys, am besten
mit Erfahrung  bei Nagetieren ?  Jedes Tier, vor allem mit
Verletzungen an der Nase, zwingend, später, sobald die Zähne
länger werden, auf Zahnfehlstellungen (Verschiebungen des
Kiefers)  kontrollieren.  Nur  kein Überbiss  der beiden Vorderzähne
oben über unten, ist eine Zahnfehlstellung!

Die untere Zähne gehen
immer beim gesunden Eichi (Pinzetten artig) seitlich auseinander und
sind kein Kieferbruch!

Da Wildtiere
auch Schmerzen haben,  Schmerzmittel wie Metacam, vom Tierarzt geben
lassen!

Es gibt Eichhörnchen, die nach einem
Absturz eine leichte Schädigung des Gehirns haben und keine Höhe
mehr vertragen. Auch halbwüchsige Tiere können nach einem Sturz mit
Brüchen oder Schädel-Hirntrauma, nur in großen Volieren, die mit
Fallbremsen aus Tüchern abgehängt wurden, untergebracht werden.
Zwingend ist anfangs eine Versteck- und Schlafmöglichkeit am Boden.
Anfangs in einem großen Käfig der am Boden und mit Handtüchern
seitlich gesichert ist.

Unverträgliche Medikamente,  Fehlende
Kokzidien Kontrolle,  bzw. fehlende  spätere
Behandlung     ( siehe Medikamentenliste !)

Schlimm für das Tier ist  die Aufzucht
eines einzelnen Tieres, das dann  fehlgeprägt und
verhaltensgestört
  einzeln ausgewildert  und wegen Panik der
Menschen  später erschlagen wird.  Zu jung und alleine im Wald oder
alleine im Wohngebiet einfach aussetzen, ohne Schlafkästen und ohne
Futtervorräte ist  ebenso Tierquälerei wie Eichhörnchen in kleinen
Volieren  länger zu halten.

 

 

 

Anfangs sind Katzentransporter mit
engem Gitter geeignet. Zu langes einsperren ist Tierquälerei.
Zimmervoliere sollte anfangs wenigstens 1,50 m und 1 m breit sein!

Keine Jungtiere ohne Käfig  nie ins
Freie, denn sie kommen nicht zurück und verhungern im Baum.

Keine Jungtiere länger ohne
Aufsicht ins Freie, keinesfalls nachts  oder bei Regen !

1 Stunde Tageslicht ist aber für
den Knochenaufbau ab c.a  ab der 6. Woche lebenswichtig!

Vorsicht vor wandernder Sonne !

( siehe Foto auf unserer 2.
Homepage) Traurig wie lieblos diese oft eingerichtet sind!

In mehreren Etagen einrichten!

Große Gitterabstände sind
ungeeignet und können aber mit Handtüchern mit Wäscheklammern,
abgehängt werden.

Laufstraßen mit
Feuerwehrschläuchen, Ästen und mehrere Schlaf-und Ruheplätze,
Ideal sind die Ordnungssammler :Fängst von Ikea als
Baumstammattrappe zum klettern ! Handtücher gespannt zum klettern
werden mit Wäscheklammern am Käfig befestigt.

 

Gartenvoliere oder
Auswilderungsvoliere

Wer auch immer Eichhörnchen
vorübergehend oder dauerhaft in Gefangenschaft halten muss, soll nie
vergessen, daß diese Tiere über Instinkte und Angebote in der Natur
verfügen, die  in Gefangenschaft  nie ersetzt werden können

Besser immer 2, statt nur eine
Wasserstelle in der Auswilderungsvoliere
, Trinkflasche reicht
nicht, da  sie manchmal defekt  ist und Eichhörnchen ebenso wie
Erde, auch eine größere Wasserstelle benötigen.

In der Natur hat ein Eichi mehrere
Kobel
und kann sich immer neue  Nester bauen und muss nicht in
einem einzigen oft  feuchten oder schmutzigen Nest
schlafen!

Natürliches Material in ausreichender
Menge  hat  man kaum, deshalb  ist oft falsches Material in den
Schlafkästen
. Optimal  sind Fließstücke (ohne Fäden),
denn Fließ  gibt Feuchtigkeit schnell ab. Nur zum auspolstern
geeignete ist  sauberes  trockeneres Moos aus dem Wald. Wenn ein
Schlaf Kobel sehr groß ist, können Luftschichten wie außen
Stroh mehr Wärme geben
. Nie draußen Baumwolltücher etc.
verwenden, da sie  schnell nass und klamm werden.

Stoffe können tödliche Fäden
ziehen!.  Es ist Tierquälerei einem  Tier zuzumuten, in klammen oder
nassen Stoffen liegen zu müssen. Am besten gegen Feuchtigkeit ist
eine Mischung aus mehreren Materialien, ca. 90 % aus Fließstückchen
(Fließdecken  gibt  es überall zu kaufen, aber  Außennaht
abschneiden,  zusätzlich Zweige, am besten mit Knospen.  Äste auch
mit Laub mit alter und frischer Rinde zum Nagen und selber
beschäftigen für die Tiere.

Volle Futternäpfe spätestens alle
3 Tage
komplett  erneuern, da Eichis Feinschmecker sind
und das alte, oft verunreinigte Futter nicht mehr mögen!

Eine Futtermischung soll mind. 50
verschiedene Bestandteile
beinhalten, Pflicht sind immer
Fichtenzweige, geschl. Zapfen, Pilze, da neutral. Manchmal etwas
Joghurt.

Mischungen mit Nager Futter wie für
Degus, Kaninchen, Ratten, Papageien  etc..  Kalksteine, Rinden,
Zweige ( ohne Autoabgase)  etc. aber sehr viel Abwechslung, da diese
Tiere noch extreme Ausprägung  ihrer Sinne, wie Geruchssinn etc.
haben.

Viel Abwechslung aus der Natur, wie
Triebe, Zweige ( nie aus Straßennähe), Fichtenzweige ,Zapfen, Pilze
Moos, Beeren.

Optimal steht eine Auswilderungsvoliere
in einem Garten direkt am Naturschutzgebiet oder
Mischwald.  Seniorenheime Wildpark o.ä. am Waldrand wären ideal.
Viele Spaziergänger halten Habichte ab und  füttern evtl.

Die Voliere soll fast vollständig
überdacht und wenigstens an einer Seite seitlich  geschlossen sein.

Schnüre und dünne Drähte, Fäden,
Hängematten  etc
.  werden immer wieder zu Todesfallen für
Eichhörnchen.  Notfalls nur einen dicken Draht, ( ohne Schlaufen )
einfach zum Befestigen nehmen. Hängematten  und Netze werden auch
leicht zu Todesfallen.

Bei Betreuung der Auswilderungsvoliere
bitte beobachten ob ein verletztes Tier zurück kommt und menschliche
Hilfe oder Schutz sucht.

Beim Auswildern die Voliere nachts
schließen, wegen der Marder, Mäuse, Ratten. Früh wieder öffnen.

Tiere mit dauerhaft gelähmten
Beinen können nicht in Außenvolieren gehalten werden.
Äste Baumstämme und jeder harte Boden scheuern die Beine auf und
das Tier verendet dann qualvoll ! Wenn kein sicherer täglicher
stundenlanger Freilauf im  sicheren Zimmer gewährleistet werden
kann, ist es besser das Tier später einschläfern zu lassen, bevor
es  dauerhaft eingesperrt leidet.

Bis dahin kann mit gespannten , alten
Feuerwehrschläuchen, Tüchern ect. ein Bewegen in der Zimmervoliere
erleichtert werden.

Volieren-Außenhaltung!

Wer Tiere überwintern muss,
soll dringend vor dem Auswildern kontrollieren, ob die Eichis Babys
bekommen haben. Sogar am Boden unter Tüchern verstecken die Mütter
die Tiere in der Voliere!

Verschmutzte  und feuchte
Schlafkästen sind Tierquälerei
! Tägliche Kontrolle ob alle
Tiere rauskommen. Kranke Tiere verlassen den Kobel kaum und ein Tier
das mit gekrümtem Bauch ruhig in der Voliere sitzt ist krank und
benötigt med. Hilfe  evtl.  auch Kokzidien ( siehe Medikamtenliste!

Pro Tier mehrere auch größere
Schlafkästen ! Keine Baumwollstoffe oder Hanf  ins Freie, da
sie immer feucht bleiben und Eichis frieren und an
Erkältungskrankheiten sterben. Große Schlafkästen können im
lockeren Schichtsysthem, außen Stroh, und viel Fliesstücke
  und
evtl. wenig trockenes Moos gefüllt werden. Immer dünne Äste,
Fichtenzweige ect.  und Nistmaterial zusätzlich in der Voliere zur
Verfügung stellen !

Große Wäschebehälter aus  Bambus
o.ä. können als Baumstammattrappe aufgehängt werden und mit Stroh
und Fliesschichten gefüllt werden.  Große Stofftaschen können auch
mit viel Material gefüllt zusätzlich aufgehängt werden.

Kein einzeln aufgezogenes Tier
auswildern, vorher in eine Auswilderungsstation bringen.

Unsere  Erfahrungen zeigen, bei
genügend Futter,  sind Eichhörnchen keine Einzelgänger!

Eichhörnchen-Nest am Haus ! Hier
entscheiden unterschiedliche Faktoren ob und wie gehandelt werden
soll!

Vorbeugende Maßnahmen bei
Eichhörnchen Nestern an Häusern, um die damit verbundenen
Zahnfehlstellungshörnchen und die gelähmten Tiere zu reduzieren,
wären in Bäumen aufgehängte Ersatznester, die mit
Fichtenzweigen getarnt werden sollten und  somit auch vor Hitze
geschützt wären .

Fehleinschätzung eines jungen
Eichhörnchens, das weder gut klettern, noch fliegen kann und somit
am Boden verhungert, weil es nicht der Mutter nach oben
(oft bis zum achten Stockwerk) folgen kann!

Auch ein fertig wirkendes Tier mit Fell
braucht ein wärmendes Nest und Muttermilch!

Vorbeugen ist besser als
einschläfern!

Verwechslung eines Hauses mit einer
sicheren Baumhöhle, da in der Natur  nun mal kein Stein-oder
Betonboden vorgesehen ist und die Zweige die ein Eichhörnchen
Jungtier auffängt oder der weiche Waldboden fehlt.

Manchmal reicht ein  Leintuch kurz
überm Boden zwischen  Stühle gespannt
oder ein billiges Flies
aus dem Baumarkt um ein Jungtier beim Absturz vor Verletzungen zu
schützen und einen Rückweg zu ermöglichen.

Wichtig sind wie bei fehlenden
Baumhöhlen Nistkästen wie bei Staren nur etwas breiter und
mit Ein-und Ausgangsöffnung, (Durchmesser  ca. 7 cm pro Loch)
getarnt und geschützt mit Fichtenzweigen vor Feinden und vor Nässe
und vor Sonne. Innen Fließstücke ohne Fäden !

Nach dem Tod durch Autos folgt wohl
gleich der Tod durch Ratten-Mäusegift und dem beliebten
Schneckenkorn, Insekten-und Unkrautvernichter, Dünger, halbvolle
Regentonnen o.ä. Wassergefäße, Pools  etc.

Sogar manch Biologe und Tierarzt
verwechselt ein Eichhörnchen Baby  mit  einem Siebenschläfer!
Siebenschläfer , da nachtaktiv  werden als Ratte oder Maus getötet.

2 Tage alte Feldhasen, die dringend
Aufzuchtmilch benötigen,  werden mit Wildkaninchen, die schon selber
fressen können, verwechselt!  Beide Tierarten sterben in Käfigen,
da sie nicht eng eingesperrt werden dürfen!

Bitte von März bis Mai, die Augen auf,
wenn Krähen sich in der Nähe von Eichhörnchen Nestern streiten.
Auch Krähen haben Hunger auf tierisches Eiweiß und müssen
den Nachwuchs ernähren.

Bei Krähenattacken können diese, auch
mal mit Hundefutter (Frolic, notfalls schnell hartes Brot) von einem
Eichhörnchen-oder Vogelnest abgelenkt werden.

Unsere Arbeit wurde 2014 mit dem Bayerischen Tierschutzpreis der Staatsregierung ausgezeichnet.

Auf diesen Bildern sehen sie nur einen kleinen Teil unserer Schützlinge.

Feldhasenbaby
Eichhörnchen Kinder
junge Igel
junge Wildkaninchen
Siebenschläfer Jungtier
Eichhörnchen Kinder
Eichhörnchen kuscheln
Rehkitze